Die erschütternde Realität: Nur 3 % aller Mädchen in Guinea werden von der Genitalverstümmelung verschont.

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Die Zahlen repräsentieren erschütternde Fakten – doch hinter diesen Fakten stehen Menschen – in diesem Fall Mädchen und Frauen. Wir möchten als SAM global nicht nur sensibilisieren, sondern den betroffenen Frauen auch eine Stimme geben, ihre Geschichten zu teilen, damit die nächste Generation beschützt wird und nicht dasselbe durchleiden muss!

Die brutalen Fakten

  • 97 % aller Mädchen in Guinea werden beschnitten.
  • Seit 1965 ist die Genitalverstümmelung eigentlich verboten.
  • Die Beschneidung findet im Alter zwischen 0 und 20 Jahren statt: 22% zwischen 0 und 4, 60 % zwischen 5 und 9, 16 % zwischen 10 und 14, 1 % zwischen 15 und 20.
  • Die Personen, die die Mädchen beschneiden, sind immer weiblich.
«Die Mädchen, die beschnitten werden, verbringen die Nacht vorher völlig nackt auf einem Felsen. Am Morgen werden sie an den Ort der Beschneidung gebracht, wo sie unbekleidet vor der Beschneiderin und ihren Assistentinnen vorbeigehen müssen. Dann wird eine nach der anderen aufgerufen und nimmt Platz. Das Mädchen muss sich hinlegen und die Beine spreizen. Damit es nicht schreit, steckt man ein Tuch in seinen Mund. Dann nimmt die Beschneiderin das Messer.» Elisabeth

Die Lügen ...

  • «Ohne Beschneidung bist du keine richtige Frau und kannst niemals Kinder bekommen!» müssen sich die Frauen schon in jungem Alter anhören. Die Mädchenbeschneidung ist ein komplexes Tabuthema und mit viel Aberglaube bzw. animistischen Initiationsriten verbunden. Unbeschnittene Mädchen und Frauen werden ausgegrenzt und ausgelacht. Die Beschneidung ist tief in der Tradition verankert.
  • Viele Mädchen akzeptieren daher die Beschneidung freiwillig oder werden von ihren Müttern dazu gezwungen.
  • Je besser ausgebildet und je reicher eine Familie ist, desto weniger gross ist die Gefahr für die Tochter, beschnitten zu werden.
  • 76 % der Frauen und 58 % der Männer in Guinea finden, dass die Beschneidung weitergehen muss.
  • 68 % der Frauen in Guinea glauben, dass sie sich aus religiösen Gründen beschneiden lassen müssen.
«Meine Mutter hatte sich damals geweigert, die Beschneidung an mir durchführen zulassen, weil sie eine gute Christin war. Wenn ich jedoch mit Freundinnen in meinem Alter zusammen war, machten sie sich oft über mich lustig, weil ich nicht beschnitten war. Ich schämte mich so sehr, dass ich mich auch beschneiden liess.» Esther

Das ständige Leiden

  • Unzählige Mädchen und Frauen leiden das ganze Leben an unvorstellbaren Schmerzen. Jedes Jahr sterben Mädchen bei der Beschneidung, zahlreiche Frauen verbluten bei der Geburt ihres ersten Kindes.
  • Geschlechtsverkehr ist meistens aufgrund der Beschneidung extrem schmerzhaft, was das Eheleben belastet.
«Ich hatte eine Kindheit voller Güte, ich war gesund und hatte nicht viele Probleme. Aber dann kam das Jahr, in dem ich beschnitten wurde, damit kamen die Probleme. Jetzt habe ich starke Schmerzen in meinem Körper, und ich bin nicht mehr gesund. Jeden Tag bin ich krank.» Simone

So engagieren wir uns

SAM global setzt sich im Projekt ProTIM2-2-2 in Guinea dafür ein, dass kein Mädchen unter der Beschneidung leiden muss. Gaëlle erzählt, was sie dazu bewogen hat, sich hier mit Herzblut zu investieren.

Unsere Arbeit

Kein Mädchen soll leiden. Jedes Mädchen soll beschützt werden!
Dafür setzen wir uns ein.

Gemeinsam aufstehen

Die Arbeit zeigt Wirkung: Eine Frau nach der anderen steht auf und wehrt sich gegen die Genitalverstümmelung! Auch Väter beginnen, sich zu wehren. Immer mehr weigern sich, ihre Töchter beschneiden zu lassen und sensibilisieren ihr Umfeld. Jedes Mädchen zählt.

«Ich war selber Beschneiderin und habe sehr viele Mädchen beschnitten! Mit Gottes Hilfe hatte ich den Mut, aufzuhören. Jetzt kläre ich andere Familien und Beschneiderinnen auf.» Jeannine

Die ersten Schritte sind getan – doch es gibt noch viel zu tun! Hilf mit, dass jedes Mädchen beschützt wird!

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